Wann ist eine alleinige adjuvant-homöopathische Tumortherapie zulässig und sinnvoll?

Case Report / Kasuistik

Unmittelbare Remission eines mit großzelligem B-Non-Hodgkin-Lymphom befallenen inguinalen Lymphknotens unter alleiniger homöopathischer Behandlung mit Conium: Wann ist eine alleinige adjuvant-homöopathische Tumortherapie zulässig und sinnvoll? Hümmer H. · Wiecken T. · Pachmann K.

Complement Med Res https://doi.org/10.1159/000500122

https://www.karger.com/Article/FullText/500122

https://t.co/r3wJSsVWd8

Zusammenfassung

Bei einer 63-jährigen Patientin wird mittels Biopsie eines linksinguinalen Lymphknotens ein großzelliges B-Non-Hodgkin-Lymphom diagnostiziert. Unmittelbar nach Beginn einer homöopathischen Therapie mit Conium C 30 beginnt sich der Lymphknoten in der linken Leiste zurückzubilden. Bei Exzision des Lymphknotens vierzehn Tage nach Therapiebeginn können histologisch keine Residuen des Tumors mehr nachgewiesen werden und es darf von einer vollständigen Remission ausgegangen werden. Die Patientin bleibt in der Folge rezidivfrei. Das homöopathische Mittel Conium (Schierling) kommt in der adjuvanten homöopathischen Tumortherapie und bei vergrößerten Lymphknoten als häufig indiziertes Mittel zur Anwendung

Schlussfolgerung

Im vorliegenden Fall einer Tumorerkrankung konnte ein unmittelbares klinisches Ansprechen auf homöopathische Therapie mit einem objektivierbaren Therapieerfolg korreliert werden, der nicht plausibel durch einen Placebo-Effekt oder Suggestion erklärbar ist und der (durch den unmittelbar eintretenden Reaktionsbeginn bereits auf erste Gabe des homöopathischen Mittels) auch nicht dem Bild in der Literatur beschriebener Spon­tanremissionen entspricht [19]. Die beobachtete Remission ist somit auch aus onkologischer Sicht mit hoher Wahrscheinlichkeit durch die homöopathische Behandlung induziert worden.

Durch den hier wiedergegebenen Fallverlauf mit histologischer Bestätigung des unmittelbaren Ansprechens auf homöopathische Mittelgabe ergeben sich weitere Hinweise auf eine eigenständige antitumoröse Wirkung homöopathischer Therapie und damit einen “Zusatznutzen der Homöopathie in der Onkologie” (Wurster und Frass) [20]. Sie kann sich nach als “ein wichtiger Bestandteil einer integrativen Medizin” (Matthiessen) erweisen [21].

Zur weiteren Evaluation der homöopathischen Therapie und Wirkung bei Tumor-Erkrankungen sind weitere Studien erforderlich, welche sich auf objektive (Tumor)-Verlaufsparameter stützen sollten.

Es versteht sich von selbst, dass jegliche rein homöopathische Tumortherapie nur unter engmaschiger Erfolgskontrolle angewandt werden darf. Gegebenenfalls muss eine Umstellung auf, beziehungsweise Ergänzung durch, konventionelle Radio-Chemotherapie erfolgen. Es darf definitiv nicht zu einer ungerechtfertigten Verzögerung von etablierten, durch Evidenz gesicherten Therapien kommen.

Es kann somit davon ausgegangen werden, dass bei strikter Einhaltung obiger Behandlungsprinzipien nicht nur die begleitende, sondern auch die alleinige homöopathische Tumortherapie sowohl zulässig als auch sinnvoll ist.

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