Die homöopathische Behandlung der akuten Divertikulitis mit Mercurius corrosivus sublimatus

Empirisch erhobene Daten und die Diskussion um eine mögliche placebokontrollierte Doppelblind-Studie

Die homöopathische Behandlung der akuten Divertikulitis mit Mercurius corrosivus sublimatus

In der jahrzehntelangen Behandlung unzähliger Divertikulitiden hat sich in der Praxistätigkeit empirisch ein überwiegend organotrop eingesetztes homöopathisches Mittel als besonders häufig, unmittelbar und durchgreifend wirkend – mit subjektiv mindestens ebenbürdiger Wirkung wie die konventionelle antiphlogistischen und antibiotischen Therapie – herausgeschält:

Mercurius corrosivus sublimatus (in C 30/C 200/LM-Potenzierungen)

Durch Diskussionen mit Dr. Aust auf seinem homöopathiekritischen Blog

http://www.beweisaufnahme-homoeopathie.de/?p=2608

bzgl. Studienlage und Evidenz der Homöopathie angeregt, ergab eine Sammlung der Fälle von Divertikulitis aus dem eigenen Patientengut zwischen 2005 und 2015 folgendes Ansprechen auf gezielte homöopathische Therapie:

STATISTIK
zur Wirkung der gegebenen Mittel bei Zeichen von linksseitiger Divertikulitis bzw. Sigmoiditis :
Extraktion mittels Suchkriterium „Diagnose:Divertikulitis“ im Zeitraum 1.4.2005 bis 13. August 2015 aus allen EDV-mäßig erfaßten Patienten-Dateien
und
den dazu vorhandenen handschriftlichen Eintragungen in Patientenakten.
ERGEBNISSE:
79 Krankheitsfälle (bei 60 Patienten, z.T. mehrfache Erkrankungen-Reaktionen aufgezeichnet) genügen beiden Kriterien
In 39 Krankheitsfällen läßt sich klinisch eine prompte (Zeitraum 24 Std.), eindeutige und anhaltende Besserung der Beschwerden auf homöopathische Mittel nachvollziehen.
– in 34 Fällen klinisch deutliche Besserung durch Gabe von Mercurius-corrosivus C30
– in 5 Fällen erfolgt klinisch deutliche Besserung der Beschwerden auf ein anderes
homöopathisches Mittel.
In 8 Fällen kann keine Besserung auf Gabe von Merc-c C30 registriert werden
In 18 Fällen ergibt sich keine Besserung auf ein anderes homöopathisches Mittel
bzw. ohne homöopathisches Mittelgabe
In 14 Fällen erfolgt keine kurzfristige Rückmeldung auf die Gabe von Merc-c C30

Beurteilungskriterien bzgl. Krankheitsverlauf:
– Veränderung subjektiver Beschwerden (Schmerzskala)
– Veränderung klinischer Parameter (Druckempfindlichkeit-Schmerz) li. Unterbauch
– Veränderung der Entzündungsparameter wie CRP (kurzfristig), Calprotektin im Stuhl, BKS
– Befund(-Veränderung) in Sonographie, Coloskopien, MRT und CT

Dokumentation, auf die neben fachärztlichen Befunden zurückgegriffen wurde:

Akribisch geführte handschriftlichen Patientenakten mit der Niederschrift von zumindest täglichen Rückmeldungen der Wirkung des jeweils gegebenen homöopathischen oder allopathischen Mittels.

Wie schon erwähnt ging der Fallammlung folgende Diskussion auf dem Blog beweisaufnahme-homoeopathie voraus:

Auszüge aus der Diskussion in obigem Blog:

Jochen Machatschke sagt: 8. August 2015 um 22:22

Dann sollten diese vermeintlich positiven Studien doch endlich mal wiederholt werden. Und zwar mehrfach. Das sollte ja dann eine Reihe positiver Ergebnisse liefern, wenn an den Aussagen was dran ist. Ich frage mich, warum das nicht endlich gemacht wird. Dann könnten Sie die H.Kritiker in die Schranken weisen…

Dr. Hümmer sagt: 10. August 2015 um 22:19

Angebot:
Wir, d.h. „ich“ (der unverbesserlich irrationale Homöopathie-Gläubige) und „Sie alle“ (die Homöopathie-Kritiker mit unbestechlichem analytischem Verstand) machen zusammen eine Studie!?!
Als Studienleiter schlage ich Herrn Dr. Aust mit seiner enormen Erfahrung bzgl. Studiendesign und möglichen Fehlerquellen homöopathischer Studien vor.
„Sie“ finden „uns“ eine universitäre oder sonstige chirurgische Institutionen, die häufige Fälle von Divertikulitiden (Entzündung im Bereich bestehender Divertikel) im Krankengut haben.
„Ich“ liefere ein für Divertikulitis geradezu spezifisches homöopathisches Mittel, welches nach meiner -selbstverständlich subjektiven- Erfahrung in ca. 90% der Fälle eine sofortige, durchgreifende und klar ablesbare Verbesserung der Beschwerden und Entzündungszeichen klinisch und serologisch zeigt […]
Nun höre ich schon den Einwandt, dass es sich bei dieser Art von organotroper Homöopathie nicht um die Homöopathie im Hahnemannschen Sinn handele.
Ganz recht: Wie man aber meinen Kommentaren in verschiedenen homöopathischen Zeitschriften entnehmen kann, ist es vermutlich die REALITISCHE Homöopathie. Denn die Behauptung, dass einzig und allein das Simillimum (auf den Gesamtorganismus) einwirke und andererseits die Negierung, dass homöopathische Mittel auf Teilbereiche eines Organismus einwirken können, sind gerade angesichts der Hahnemannschen Arzneimittelprüfungen am Gesunden nicht haltbar.
Das Angebot steht!

AlteWeser sagt: 11. August 2015 um 09:22

Vorausgesetzt es handelt sich um eine Hochpotenz, wie wäre es denn erst einmal mit einer reproduzierbaren Arzneimittelprüfung nach allen Regeln der Kunst? Wäre doch interessant, erst einmal zu erfahren, ob das Mittel überhaupt irgendeine Wirksamkeit hat. Solch ein Versuch vereinfacht ganz enorm das Studiendesign.

Das Verlangen nach einer Hochpotenz dürfte ja wohl verständlich sein, niemand spricht Niedrigpotenzen eine pharmakologische oder sonstige Wirkung ab. Wer nimmt schon gern freiwillig z.B. Excrementum caninum (Hundekot) unverdünnt.

Dr. Hümmer sagt: 11. August 2015 um 14:26

@ Alte Weser
Könnte man in der Tat nochmal durchführen, hier geht´s aber um eine klinische Wirksamkeitsstudie am Kranken zum eindeutigen Beweis der Evidenz! Die Arzneimittelprüfungen am Gesunden (AMPs) sind, wie von mir in früheren Diskussionen wiederholt erwähnt, nach meiner Einschätzung von eingeschränktem Nutzen.
Hier werden die aufgetretenen Symptome der „alten“, unverblindeten AMPs von Mercurius-corrosivus-sublimatus vollständig aufgeführt:
http://homeoint.org/allen/m/merc-c-3.htm#abdomen
…► Violent colic in the region of the cæcum, [40]. ► Violent colic followed by several bilious stools with distressing tenesmus (fourth day), [7]. ► Tenderness over abdomen (second day), [61]. [600.] ► Tender and tympanitic condition of abdomen (fifth day), [34]. ► Some but not much tenderness on pressure over the abdomen (after eleven hours), [71]. ► Abdomen entirely sore on the slightest pressure (second day), [85]. ►► *A peculiar bruised sensation in the abdomen, especially in the cæcal region and following the course of the transverse colon; the cæcal region and transverse colon were painful to moderate pressure, as though they had been bruised; the walls of the abdomen, however, were painless; this pain lasted all the forenoon, was less acute in the evening, but did not entirely disappear (seventh day); bruised sensation in the cæcal and mesocolic regions; the painfulness was increased by moderate pressure (eighth day), [4]. ► Smarting pain all over the bowels (second day), [80]. ► Jerking in the right rectus abdominis muscle (fifth day), [10]. ► Pain, relieved by bending double, [49]. ► Hypogastrium and Iliac Regions. ► Feeling of apprehension in lower abdomen, not relieved by emission of flatus (third and fourth days), [10]. ► Pain in the lower portion of the abdomen (first day), [8]. ► Slight sticking drawing in the left inguinal region (first day), [8]. [610.] ► A peculiar pressive pain in the right inguinal gland, as if the gland would become swollen; this sensation continued for an hour, and was relieved after rising in the morning (third day), [4]. ► Tensive-pressive pain in the left inguinal region, with a sensation as if the gland were swollen, at 5 A.M., after waking (seventh day), [4].

Norbert Aust sagt: 11. August 2015 um 18:28

@ Dr. Hümmer [….] Seit der Metaanalyse von Kleijnen et al. aus dem Jahr 1991 steht die Forderung nach ‚einigen wenigen aber gut gemachten Studien mit einer hohen Teilnehmerzahl und konsequenter Verblindung und Randomisierung‘ im Raum. Warum haben die professionellen Homöopathieforscher in den nunmehr vergangenen über 24 Jahren nicht solche Arbeiten vorgelegt – nicht gewollt oder nicht gekonnt?….

Norbert Aust sagt: 12. August 2015 um 09:44

@ Dr. Hümmer

[……..]

> … sprich eindeutige Hinweise für die überzufällig häufige Wirkung von Mercurius-corrosivus-sublimatus bei Divertikulitis hätte.

Woher haben Sie die? Welche Daten haben Sie erfasst?
– Wie viele Patienten haben von Ihrem Mittel profitiert?
– Wie viele Patienten taten das nicht?
– Wie viele Patienten erlebten ohne Homöopathie den gleichen positiven Effekt?
– Wie viele taten das nicht?
– Wie vollständig war Ihr Überblick, haben Sie Rückmeldung von allen ihren Patienten inklusive einer Vergleichsgruppe?
– Anhand welchen Merkmals haben Sie überhaupt eine positive Wirkung festgestellt?

Man muss einiges dafür tun, dass ‚Hinweise (und Erfahrungen)‘ nicht nur das Produkt einer selektiven Wahrnehmung sind, die eine vorgefasste Meinung bestätigen. Dies muss jetzt nicht auf dem Niveau einer Studien stattfinden, aber Sie sollten schon ungefähr die ersten fünf Fragen beantworten können, wenn Sie von einer ‚überzufällig häufige Wirkung‘ sprechen.

Walter sagt: 11. August 2015 um 22:42

@Dr. Hümmer:
Diverkulitis ist eigentlich prädestiniert für Homöopathen, weil sie zu ca. 75% leicht verläuft und von selbst ausheilt.
Die restlichen 25% werden i.d.R. erfolgreich mit Antibiotika behandelt und weniger als 20% von diesem Rest entwickeln schwerere Formen, die schwierig zu behandeln sind mit Operationen etc.
……

Dr. Hümmer sagt: 12. August 2015 um 19:27

@ Walter
[…]
Hier hört sich das etwas anders an:
http://www.diss.fu-berlin.de/diss/…/Doktorarbeit_Bibliothekversion_1.pdf
…..sprechen ca. 70% auf eine konservative (schulmedinische) Therapie an. Bei den verbleibenden 30% (!) führen Komplikationen zu einer sofortigen chirurgischen Therapie“ (!!)
.“…entwickelten 35,3% ein Rezidiv, von denen 15,9% 0periert werden mußten“….

borstel sagt: 22. August 2015 um 15:58

@ Dr. Hümmer:

[……] Zum Thema organotrope Homöopathie gibt es offenbar auch einige Ihrer Kollegen, die davon sehr abraten (z.B. http://www.naturheilkunde.co/naturheilverfahren/hom%C3%B6opathie/ – weiter unten auf der Site). Wenn Sie sich mit denen einig sind, dann lassen Sie es uns doch bitt’schön wissen.

Eine gute Übersicht zur Divetikulitis bietet http://data.aerzteblatt.org/pdf/104/50/a3486.pdf .

Und wer ein Nichtmediziner ist, der sei auf Wikipedia verwiesen – zwei gute Artikel zur Divertikulitis und ihrer Vorstufe, der Divertikulose.

Im Ärzteblattartikel steht übrigens, daß auch unkomplizierte Divertikelentzündungen immer mit einem Antibiotikum behandelt werden sollten. Wenn Dr. Hümmers Patienten TATSÄCHLICH alle eine Divertikulitis gehabt haben sollten, dann hat er womöglich den Beweis erbracht, daß Antibiotika nicht immer zur Therapie erforderlich sind. Wenn er es dann noch schafft herauszufinden, bei welchen der Patienten Antibiotika erforderlich sind und bei welchen nicht, DANN spendiere ich ihm einen Quecksilberspringbrunnen und Ethanol in der Potenz C30 bis zum Abwinken…

Dr. Hümmer sagt: 29. August 2015 um 15:56

@ Dr. Aust
Hier nun die Antworten auf „die fünf Fragen“ und die erbetene Statistik als Vorarbeit und Vorleistung für die erhoffte Zusammenarbeit im Sinne einer klinischen Studie.

[Es folgt die oben wiedergegebene Statistik] […]

@Borstel: Ich-Wir haben eben keine Pharmalobby-Interessen im Rücken sondern arbeiten „an der Front“. Auf die Druckkosten (danke für den Zynismus) komm ich noch zurück.
@2xhinschauen: Schauen Sie sich mal den Binnenkonsens in der Hochschulmedizin 2x an.
@Stefan Dewald: Hören Sie mal, was Prof Hahn (siehe Thema Metastudien in diesem Blog) über Edzard Ernst schreibt:
“ Ich habe noch nie einen wissenschaftlichen Schriftsteller gesehen, der so offensichtlich voreingenommen war, wie Edzard Ernst.“
Hmmmm: vielleicht doch lieber nicht auf Edzard Ernst beziehen????
Da kommt mir der Leiter dieses Blogs Dr. Aust doch ein Stück seriöser und unvoreingenommener vor!!!

Eigentlich ist mit klar, dass ich in diesem blog niemanden von der Wirkung der Homöopathie überzeugen werde, aber mit einigen Wenigen hier macht es Spaß sich auseinanderzusetzen und führt auch dazu, die Theorien und das eigene Denken kritisch zu hinterfragen um dann vielleicht umso besser (wissenschaftlich) zu arbeiten und überzeugen zu können!

Norbert Aust sagt: 29. August 2015 um 16:30

@ Dr. Hümmer

Danke für die Arbeit, die Sie sich gemacht haben, diese Daten aufzubereiten. Diese Dinge sind eigentlich – finde ich – vielzu schade um sie nur als 43. Kommentar unter einem Blogbeitrag anzuhängen. Ich sehe hier vielmehr durchaus eine Grundlage für eine Diskussion darüber, wie sich die Wirksamkeit homöopathischer Präparate für einen Therapeuten darstellt.

Ich mache daher folgenden Vorschlag:

Ich bereite aus Ihren Angaben in Abstimmung mit Ihnen einen Artikel vor, dazu auch meine Interpretation. Dies können wir dann hier im Blog zur Diskussion stellen.

Da ich gerade einen neuen Artikel geschrieben habe, sehe ich hierfür einen Zeithorizont von etwa 14 Tagen vor.

Einverstanden?

Dr. Hümmer sagt: 30. August 2015 um 14:11

@Borstel:
@JensE
Nochmal, damit es für alle richtig verständlich wird, auch die, die sich immer noch auf die „Eminenz-blasierte“ Skala nach Oxford beziehen:
Ich hatte mit obigen sicherlich „subjektivlastigen“ Daten nicht beabsichtigt, studienfähige Beweise vorzulegen.
Ich habe nur mit viel Arbeit die (von Dr. Aust) geforderten (!) und im Rahmen einer Allgemeinpraxis möglichen (!!) „Voraus“-Daten geliefert, die erklären sollen , warum ich es wagen würde, gerade mit den kritischsten Homöopathie-Gegnern eine hieb und stichfeste Studie zu erstellen.
„In 18 Fällen ergibt sich keine Besserung auf ein anderes homöopathisches Mittel
bzw. OHNE HOMÖOPATHISCHE MITTELGABE“ ist die Kontrollgruppe, die ethisch in einer überwiegend homöopathisch ausgerichteten Praxis möglich ist. „Eigentümlicherweise“ war für mich (ohne unnötige Gefährdung eines einzigen Patienten!) noch nie der Einsatz eines Antbiotikums wie Ciprofloxacin oder Metronidazol bei der Therapie der Divertikulitis erforderlich. Den Einwand, ich hätte dann eben eine Selektion von nur leichten Divertikulitisfällen kann ich im Praxisrahmen nicht entkräften, den könnte nur eine unabhängige Studie widerlegen.
@ Aust
Lieber Herr Aust,
darüber, dass die Perzeption der Homöopathen stark subjektiv geprägt sein kann und darauf aus ist, das eigene Handeln zu glorifizieren und zu bestätigen, brauchen wir eigentlich nicht mehr zu diskutieren.
Aber nach meiner immer wieder selbstkritisch hinterfragten 30-jährigen Homöopathie-Erfahrung, gibt es halt doch eine eindeutige und eigenständige Wirkung homöopathischer Mittel, die eben in einer unangreifbaren Studie (mit Ihnen?) belegt werden könnte…..
Diskutieren könnten wir noch über das Ergebnis der folgenden Studie:
„Extreme sensitivity of gene expression in
human SH-SY5Y neurocytes to ultra-low doses
of Gelsemium sempervirens.“
BMC Complement Altern Med 2014 19;14:104. Epub 2014 Mar 19.
Marta Marzotto, Debora Olioso, Maurizio Brizzi, Paola Tononi, Mirco Cristofoletti, Paolo Bellavite
Da steht mit dann ein Genetiker aus der ersten Reihe der Genforschung bei, der gerade noch am Nobelpreis feilt….

Dr. Hümmer sagt: 2. September 2015 um 00:09

@2xhinschauen
“ Sie argumentieren doch aus der Praxis (Doppelsinn :-)): Dürfte, könnte und würde man einem Patienten denn einfach mal schnell im Wartezimmer ein paar Globuli in die Hand drücken, um den Effekt der gesamten ärztlichen Behandlung auszuschließen, um die Wirksamkeit des Präparats in den Daten zu isolieren?“
Ich kann Ihnen sagen, dass die positiven Effekte definitiv nicht mit der Dauer der Einlassung korrelieren, sondern allein von der Eindeutigkeit der Gesamt-Symptomatik einschließlicher der „Geistes-Ebene“ (Grams) abhängen, und beide können einem auch mal schon im Wartezimmer oder auf dem Gang entgegenspringen….
Und nochmal die Frage an alle Placebo-Hörigen:
Warum wirkt bisweilen das nach langer „Empfindungsmethode“-Erstanamnese (Grams) gegebene „eindeutige“ Mittel nicht, und das nach 2-minütiger „Folgeanamnese“ gegebene 3. Mittel???
@Aust
Remissionsrate bezeichnet etwas anderes als Akutwirkung
Frau Grams, die Sie mit soviel Genuß als Beweis gegen die Wirkung homöopathischer Mittel zitieren, regt in Ihrem Buch umfassende, fundierte Studien an- ich bin gern dabei, und Sie?
Sie sagt allerdings bei der Besprechung der Geistebene, der sie sehr intensive Wirkungen auf den Gesamtorganismus zuspricht:“ Ab der emotionalen Ebene haben wir es nicht mehr mit rein MATERIELLEN, meßbaren, biologisch-physikalischen Tatsachen zu tun“(S.179 in ihrem Buch : „Homöopathie neu gedacht“.)
Hier immaterielle Wirkung- dort „nichts drin“, wie geht das zusammen???????

Dr. Hümmer sagt: 3. September 2015 um 12:08

@2xhinschauen
1)Ich kann die Wirkung der Globuli im Praxis-Kontext natürlich NICHT ENDGÜLTIG NACHWEISBAR vom Gesamtpaket trennen, das kann nur eine fundierte Studie-vielleicht mit IHRER Hilfe?
2) Warum wird hier im „MATERIEGLÄUBIGEN-BLOG“ Frau Grams vor und zurück zitiert, wenn sie doch wiederholt sagt:
“ Ab der emotionalen Ebene haben wir es nicht mehr mit rein MATERIELLEN, meßbaren, biologisch-physikalischen Tatsachen zu tun“(S.179 in ihrem Buch : „Homöopathie neu gedacht“.) Ich hab noch keine schlüssige Antwort darauf bekommen!
(Vielleicht meldet sich ja Frau Grams mal selber und erklärt mit das!)
3) der Placebo-Effekt ist ein fester Bestandteil auch meines ärztlichen Tuns, aber wo soll der der rießige Suggestiv-Placebo-Effekt sein, wenn ich „schnell mal“ „auf dem Gang“ ein Globulum Mercurius-corrosivus C30 rein auf die fundierte Diagnosestellung meines Schwiegersohns :“Sigmoiditis DD Divertikulitis“ geben lasse und die Wirkung binnen Stunden sogar für Homöopathie-Ungläubige überzeugend eintritt (ich sage oft, „Sie brauchen kein bischen an die Homöopathie glauben, wenn das Mittel stimmt, wird die Reaktion auch für Sie binnen Stunden absolut eindeutig sein, wenn es nicht stimmt, wird keinerlei Veränderung der Hauptbeschwerden (innnerhalb einer Beobachtungsfrist von 6 Stunden eintreten.“
4)“..die Globuli sind es nicht“: Dass in den Globuli KEIN Wirkmechanismus enthalten ist, können Sie genausowenig (wie übrigens auch Frau Grams) behaupten, wie ich das Gegenteil bisher BEHAUPTEN kann.

Soweit die Diskussion zu einer möglichen Studie Mercurius-corrosivus bei Divertikulitis. Leider machte die Planung zu einer Studie gemeinsam mit Dr. Aust keine Fortschritte und meldete sich zwischenzeitlich auch keine (universitär) chirurgische Abteilung, die bereit gewesen wäre, im Rahmen einer RCT-Studie den wissenschaftlichen Diskurs mit der Homöopathie unvoreingenommen und wissenschaftsoffen aufzunehmen…

Dr. Heinrich Hümmer

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